Fan-Fiction zu Jack SparrowNeue Sicht auf dunkler SeeJacks Irrsinn geht weiter, oder wie man am besten nicht handelte
Wie lange war er jetzt auf See gewesen? Vier Wochen, oder waren es sogar schon fünf Wochen? Jack war sich nicht mehr sicher. Nachdenklich schaute er in das vergilbte Licht der herumwackelnden Laterne.
„Wir waren sieben Wochen auf See.“
Hörte er eine Stimmte rechts neben sich.
„Nein, Jack hat Recht, es sind vier oder fünf gewesen.“
Trat es von links an Jacks Gehör.
„Wie soll er das denn wissen, wenn er es nicht genau weiß?“
Jack schüttelte seinen Kopf energisch.
„Hey, nicht so wackeln, da wird einem ja total schlecht bei.“
Sprach es von Rechts. Jack schaute auf den Weinkrug der genau vor seiner Nase stand. Dann wanderte seine Linke in Richtung Krug. Nur zögerlich umschlossen seine Finger den Griff, dann erhob er ihn und nahm einen kräftigen Schluck. Nachdem er getrunken hatte, fing er sich erneut an zu schütteln.
„Einfach widerlich das Zeug.“
Sagte er und stellte den Krug unsanft zurück auf den Tisch. Dann schaute er zur Theke an dem ein dicker Kerl stand der so gut es für ihm möglich war, die Gäste bewirtschaftete.
„Hey Thekenkraft, ich will was Vernünftiges trinken und nicht so einen Fusel.“
Schrie Jack dem Mann zu. Einpaar der anderen Männer schauten ihn vorwurfsvoll an. Hatte er jetzt etwas Falsches gesagt? Einpaar grimmige Gesichter sollten folgen.
„Upps.“
Hörte er seinen Kleinen rechts sitzenden Freund sagen. Jacks Blick richtete sich zur rechten Seite.
„Hä?“
Gab er von sich und verzog seine Augenbrauen.
„Das gibt sicherlich wieder einen Haufen Ärger.“
Sprach es von Links. Jack schloss für einen Moment die Augen, öffnete sie wieder und schaute nach Links.
„Könnt ihr eigentlich auch mal die Klappe halten?“
Fragte er und sah einen der Männer vom Tresen genau auf ihn zukommen. Das mit dem Rum konnte er an diesem Abend wohl vergessen.
„Na toll, jetzt muss ich heute Nacht ohne ein Schluck Rum ins Bett gehen.“
Murmelte er, und legte seine Rechte auf den Säbelgriff. Eigentlich wollte er doch nur etwas trinken. Doch so wie es aussah gab es mal wieder Ärger. Aber das hatte er sich selbst eingebrockt, wieso hatte er auch so schlimme Sachen sagen müssen. Aber so war er nun mal. Jack konnte seinen Mund einfach nicht halten, sagte das, was er dachte, auch wenn es vielleicht manchmal recht unüberlegt war. Der Mann vom Tresen stand dann genau vor ihm am Tisch und schaute an ihm herunter.
„Wollt ihr Ärger?“
Wurde Jack von ihm gefragt.
„Eigentlich nicht.“
Antwortete er ihm und fing an zu lächeln.
„Das sieht mir aber anders aus.“
Schrie ein anderer Mann auf einmal, und auch er kam auf ihn zu.
„Jack, wir sollten vielleicht lieber verschwinden.“
Sprach es von Links.
„Genau, noch ist die Gelegenheit günstig.“
Kam von Rechts. Der Mann vor ihm schaute ihn verwundert an.
„Ich will wirklich keinen Ärger, ich habe mich nur über die Qualität des Weines aufgeregt.“
Sagte er dann und wollte aufstehen.
„Hey mein Freundchen, nicht so schnell.“
Jack fing an zu schlucken und schaute Hilfe suchend in die Runde der Frauen und Männer.
„Der Wein ist gut, mein Onkel hat ihn höchstpersönlich den Spaniern abgenommen.“
Hörte Jack den dazugekommen Mann sagen. Auch sein Gesichtsausdruck sah nicht gerade berauschend aus.
„Aber, ich wollte damit niemanden verletzen.“ „Wirklich nicht.“
„Das kannst du deiner Großmutter erzählen.“
Sagte der etwas dickere von beiden Männern.
„Habt ihr gehört, der Pirat hier, hat sich beschwert.“
Rief der dünnere in den Raum hinein. All Blicke richteten sich auf einmal auf Jack. Unbehagen machte sich breit.
„Aber.“
Fing er an zu stottern.
„Nichts aber.“
Sagte der dicke, und ergriff ihn am Kragen. Nicht das Jack Angst gehabt hätte, das nicht, er hatte schon gegen viel üblere Gestallten als die hier gekämpft. Doch meistens hatte er dabei Hilfe, jetzt, war er alleine unterwegs. Und so ohne einen Schluck Rum sollte es sich schlechter kämpfen als mit.
„Ich bin alleine.“
War dann sein Kommentar.
„Na und, denkt der Pirat hier vielleicht, dass dies uns abhalten könnte?“
Ein Gelächter erklang.
„Der hat Nerven.“
Hörte Jack eine Frau sagen die am Nebentisch saß. Als Jack sie genauer betrachtete, fing er sich innerlich an zu schütteln. Wie konnte man bloß so hässlich aussehen. Pfui. Dachte er sich, und fing erneut an zu schlucken, als sich der Griff um seinen Hals verstärkte.
„So lasst mich doch gehen, ich werde euch auch versprechen das ich nie wieder auf die Idee kommen werde über die Qualität des Weines zu lästern.“
Sagte Jack dann, und schaute dem Mann tief in die Augen.
„Habt ihr gehört, der Pirat will ein Versprächen abgeben:“
Und wieder ertönte ein Gelächter. So langsam wurde es Jack zu bunt. Irgendetwas musste er doch machen können. Nur was?
„Ich könnte euch bezahlen.“
Sagte er dann flüsternder weise, und fing an mit seinen Augen zu blinzeln.
„Er könnte und bezahlen, habt ihr das gehört?“
Sagte der dickere lachend und schlug Jack auf die Schultern. Man hatte der vielleicht eine Kraft, also mit dem sollte er sich vielleicht doch lieber nicht anlegen. Dachte er sich, und fing erneut an zu grinsen.
„Ich habe in meinem Beutelchen noch genügend Gold, um euch beide zu bezahlen.“
Sagte er, und griff mit seiner Linken Richtung Hosentasche. Doch bevor Jack den Beutel aus seiner Hose nehmen konnte, griff auch schon die fleischige Hand des dicken zu.
„Aber nicht doch.“
Hörte Jack seinen linken Freund sagen.
„Das, ist nicht fair.“
Sagte der andere. Noch immer wurde Jack fragend angeschaut. Hatte er irgendetwas Besonderes an sich?
„Mal sehen wie viel du wirklich bei dir hast.“
Sagte der dicke, und öffnete den Beutel.
„Wie gesagt, ich kann euch bezahlen.“ „Aber auch nur, wenn ihr mich frei lasst.“
Sagte er zu dem Mann der dabei war die Goldmünzen zu zählen. Dachte Jack wirklich daran, dass sie ihm noch etwas übrig lassen würden?
„Mmh, das sieht mir nicht gerade viel aus, aber nun denn.“
Sprach der Dicke, reichte dem Dünneren einpaar Münzen und steckte sich den Rest dann ein.
„Hey, nicht alles, ich habe gesagt, einwenig.“
Hatte er das? Ein weiteres Gelächter folgte. Die hässliche Frau von neben an trat an den Tisch, und schaute dem Dicken genau in die Augen.
„Gib mir auch etwas ab, ich habe neun Mäuler zu stopfen.“
Der Dicke verzog zunächst seinen Mund, fing dann aber kurze zeit später an zu grinsen und reichte der Frau eine der Münzen.
„Hier alte, aber versauf es nicht sofort am gleichen Abend, morgen ist auch noch Zeit dazu.“
Sagte er zu ihr, und wandte sich dann wieder an Jack.
„Und ihr, solltet lieber von hier verschwinden, wir mögen keine Nörgler.“
„Genau.“
Riefen die anderen Anwesenden, und warfen Jack einen verächtlichten Blick zu.
„Lass uns von hier verschwinden.“
Sagte der Rechte, und fing Jack an den Haaren zu zupfen.
„Genau, besser wäre es wohl.“
Sagte der Linke, und auch er fing an seinen Haaren zu ziehen.
„Ist ja schon gut.“
Sagte Jack dann, und richtete sich auf. Noch immer lag seine Hand auf dem Säbel, man konnte ja nie wissen.
„Ihr habt gewonnen.“
Sagte er, und verneigte sich kurz. Wen meinte er damit, wer hatte gewonnen? Die Männer die ihm kurz vorher noch bedroht hatten, oder seine kleinen Freunde auf seiner Schulter? Aber egal, wie auch immer, wichtig war es wohl eher, das er jetzt von hier verwinden konnte.
„Darf ich jetzt gehen?“
Fragte er den Dicken der ihn immer noch mit einem griesgrämigen Gesichtsausdruck anschaute.
„Wie es euch beliebt Pirat.“ „Ihr habt gezahlt für euer Freikommen, also warum sollten wir euch noch aufhalten.“
Sagte der dünnere und fing an zu grinsen.
„Der muss mal unbedingt seine Zähne richten lassen, sieht ja abscheulich aus.“
Hörte Jack seinen Rechten Freund sagen, und hätte diesem wohl am liebsten den Hals umgedreht.
„Schluss, hör auf, sonst verärgerst du sie erneut.“
Sprach es von Links.
Jack hätte sich am liebsten in Luft aufgelöst. Immer wieder trat er in neue Fettnäpfchen, wieso konnte er nicht einfach nur mal in Ruhe seinen Rum trinken? Der dicke steckte seine zuvor erbeuteten Münzen ein, und wandte sich dann von ihm ab.
„Ihr könnt gehen, aber eines lasst euch gesagt sein.“
Sagte der Mann im umdrehen und erhob seinen linken Zeigefinger.
„Wenn ihr nochmals hierher kommen solltet, dann überlegt genau was ihr sagt.“
Jack fing an zu nicken, und setzte den ersten Fuß vor.
„Ja, ich werde es beherzigen, versprochen.“
In inneren war Jack am lachen, wann hatte er mal wirklich Versprächen gehalten? Eigentlich selten. Musste er feststellen und fing an zu grinsen. Während er an den Tischen vorbeilief, fingen die Anwesenden an zu lachen. Jack war gedemütigt worden, man hatte ihm all seine Goldmünzen genommen.
„Keine Sorge Herr, ihr werdet an neue kommen.“
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Copyright by A. McKinley
Wo auch immer ich bin, ich bin nie alleine, denn meine Seele hat viele Verbündete. Stelle dich der bösen Seite, denn nur so wird sie vernichtet.